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Identität leben, Beziehungen gestalten, Sinn geben


Was kann das konkret bedeuten?

Zum Beispiel auf der Ebene der Person? Erleben Mitarbeitende ihre Arbeit als sinnlos, kann das ein u.a. Zeichen für eine Beziehungsstörung auf der Kollegen- oder Führungsebene sein (Rollen, Verantwortung, Konflikte, Zuständigkeiten). Es kann aber auch darauf hinweisen, dass die Beziehungen zwischen Abteilungen gestört sind und es deshalb zu zermürbenden Reibungen kommt. Es kann aber auch ein Indiz dafür sein, dass das Unternehmen den Kontakt zu seinen Märkten und Kunden verliert, ohne dass sich das schon in Zahlen ausdrücken würde oder auf Leitungsebene erkennbar wäre, sich aber schon als Irritationen, Frustrationen und Störungen in den Beziehungen zu Kunden und/oder Lieferanten manifestiert.

Was kann das zum Beispiel auf der Ebene von Teams bedeuten?

Störungen in Teams können ganz unterschiedliche Gründe haben. Ein Beispiel: Unklare Aufträge, geringe Wertschätzung im Unternehmen, Über- oder Unterforderung, Inkongruenz von Ressourcen und Aufträgen beschädigen die Identität des Teams. Konflikte, gestörte Kommunikation an Schnittstellen, Leistungsabfall nehmen zu, Sinn wird nur noch reduziert erlebt. Burn-out und/oder Bore-out werden häufiger, der Krankenstand steigt.

Was kann das zum Beispiel auf der Ebene des Unternehmens bedeuten?

Ein Beispiel: Wenn Kunden nicht mehr wissen, wofür das Unternehmen mit seinen Produkten oder Dienstleistungen steht, ist die Unternehmensidentität geschwächt. Gleichgültig, ob es in der Öffentlichkeit an Glaubwürdigkeit verloren hat oder ob seine Produkte nicht mehr den gewohnten Rang bekleiden – es ist Zeit, sich über die Identität Gedanken zu machen (Vision, Leitbild). Sehr wahrscheinlich ist es nicht mit einer Imagekampagne oder einer Marketing- oder Qualitätsoffensive allein getan, denn beide Maßnahmen bauen in der Regel nur auf dem internen Bild der eigenen Identität auf, das der Außenwelt aufgezwungen werden soll. Notwendig ist es, die Perspektiven der Kunden und der Öffentlichkeit ins Unternehmen herein zu holen. Früh-Indikatoren für die Erosion der Identität können u.a. die Beziehungserfahrungen der Mitarbeitenden im Außenverhältnis sein, ein reduziertes Sinnerleben, aber auch Beziehungsstörungen z.B. in Teams oder Leitungsgremien.

So geht es garantiert schief:

Die Veränderungsgeschwindig-
keit auf der Beschlussebene sollte immer höher sein, als auf der Umsetzungsebene.

Wenn Sie das ein paar Mal konsequent durchhalten, werden Sie feststellen, dass Ihre Mitarbeiter lernen. Sie lernen nämlich, dass das bei Ihnen mit der Veränderung so ist wie mit einer Grippe: Die dauert mit Arzt 14 Tage und ohne Arzt zwei Wochen. Das geht also vorbei.

Wir müssen nur warten.
Das kriegen wir schon hin.

Prof. Dr. Peter Kruse

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